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Für Kinder anlegen in der Schweiz: Kinderdepot oder Elterndepot?

Veröffentlicht: 22.04.2026

Wer früh mit dem Investieren für sein Kind beginnt, legt den Grundstein für eine solide finanzielle Zukunft – und das mit erstaunlich wenig Kapital. Durch den Zinseszinseffekt kann schon eine monatliche Einzahlung von 100 Franken bis zur Volljährigkeit des Kindes zu einem sechs- oder sogar siebenstelligen Betrag anwachsen, wenn das Geld danach einfach bis zur Pension investiert bleibt.

Doch bevor du das erste Mal Geld anlegst, stellt sich eine praktische Frage: Wo und wie legst du es an? In der Schweiz gibt es im Wesentlichen zwei Ansätze: Ein Depot auf deinen eigenen Namen oder ein Kinderdepot auf den Namen deines Kindes. Beide haben Vor- und Nachteile, die ich in diesem Artikel gegenüberstelle.

Warum frühzeitig für Kinder anlegen?

Der wichtigste Faktor beim langfristigen Vermögensaufbau ist die Zeit. Je früher du anfängst, desto länger arbeitet der Zinseszins für dich.
Ein Beispiel mit 7% durchschnittlicher Jahresrendite (historischer Näherungswert eines globalen ETF):

  • Du investierst ab Geburt jeden Monat 100 Franken.
  • Nach 20 Jahren hast du rund 24’000 Franken eingezahlt – der Depotwert liegt bereits bei rund 50’000 Franken.
  • Wird dieses Geld weitere 45 Jahre nicht angetastet und bleibt investiert, wächst es auf über 1 Million Franken an.

Das Kapital arbeitet also 65 Jahre lang – und der grösste Teil des Wachstums entsteht in den letzten zwanzig Jahren. Wer zu spät anfängt, verliert genau diesen Effekt. Probiere es hier mit deinen eigenen Zahlen aus:

Kinderdepot-Rechner

Auswertung

Variante 1: Depot auf die Eltern (z.B. bei Saxo Bank)

Bei dieser Variante eröffnest du ein Depot auf deinen eigenen Namen – zum Beispiel bei der Saxo Bank – und kaufst dort monatlich ETF-Anteile für dein Kind. Das Konto läuft formal auf dich, du triffst alle Entscheide selbst. Wenn du das Geld an dein Kind übergeben möchtest (z.B. mit 18 Jahren), verkaufst die ETF-Anteile, überweist das Geld auf ein Konto deines Kindes, das Kind eröffnet sich ein eigenes Depot und kauft darüber mit dem erhaltenen Geld neue ETF-Anteile. Steuertechnisch ist das eine Schenkung, Schenkungen an eigene Kinder sind in der Schweiz aber meist steuerfrei.

Vorteile

  • Sofort umsetzbar, kein separates Konto nötig
  • Volle Kontrolle bis zur Übergabe – du bleibst wirtschaftlich Berechtigte/r
  • Flexibler Zeitpunkt der Übergabe
  • Günstige Konditionen
  • Grosse Auswahl an ETFs

Nachteile

  • Das Vermögen gehört rechtlich nicht dem Kind
  • Umständlichere Übergabe (Depoteröffnung, Verkauf, Geldübertrag, Neukauf)
  • Gebühren bei Verkauf- und Neukauf

Variante 2: Dediziertes Kinderportfolio (z.B. findependent, finpension)

Einige Anbieter ermöglichen es, ein Depot direkt auf den Namen des Kindes zu eröffnen – mit den Eltern als gesetzliche Vertreter. Das Geld gehört rechtlich dem Kind, du verwaltest es lediglich bis zur Volljährigkeit (und es fällt bis dahin auch in deine Steuererklärung). Mit 18 Jahren wird das Depot an das Kind übertragen, ein Verkauf und Neukauf der ETFs ist nicht nötig. Dafür sind aber bereits bei der Eröffnung des Kindesdepots Dokumente wie die Geburtsurkunde nötig.
Bekannte Anbieter in der Schweiz sind z.B. findependent, finpension, True Wealth und viele mehr.

Vorteile

  • Geld gehört rechtlich dem Kind
  • Einfache Übertragung bei Volljährigkeit
  • Steuerlich ab 18 nicht mehr in Steuererklärung der Eltern
  • Verantwortung liegt früh beim Kind (finanzielle Bildung)

Nachteile

  • Meist jährliche Depotgebühren
  • Aufwendigere Eröffnung
  • Weniger Flexibilität und kleinere ETF-Auswahl
  • Weniger Kontrolle: Geld wirdmit 18 übertragen, Eltern sind draussen

Empfehlung: Was ich machen würde

Beide Varianten sind legitim und eine pauschale Empfehlung kann nicht abgegeben werden. Ich persönlich würde jedoch das Kinderdepot auf meinen Namen halten, und zwar aus folgenden Gründen:

  • Einfacher Start
    Unterkonto im bestehenden Account eröffnen und loslegen.
  • Flexiblerer Übergabezeitpunkt
    Was, wenn mein Kind mit 18 in einer unverantwortlichen Konsumphase ist? Ich kann das Vermögen noch länger bei mir behalten und habe mehr Zeit für die finanzielle Bildung oder kann das Geld gestaffelt übergeben.
  • Steuerlich keine Nachteile
    Das Vermögen des Kinderdepots muss bis zur Volljährigkeit sowieso in meine eigene Steuererklärung.
  • Günstige Konditionen
    Ein Depot z.B. bei der Saxo Bank führt keine jährlichen Kosten mit sich (keine Depotgebühren). Käufe und Verkäufe sind günstig.

Ich würde dazu in meinem bestehenden Saxo Bank Konto ein neues Unterkonto eröffnen und über dieses Unterkonto für das Kind einzahlen. Das Vermögen des Unterkontos wird jederzeit separat ausgewiesen und diese Positionen können dann bei der Übergabe verkauft werden.

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Hi, ich bin Jo, Autor von ETFSchweiz.ch

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