Veröffentlicht: 27.02.2026
Zuletzt aktualisiert: 13.03.2026
Um in der Schweiz ETFs zu kaufen, brauchst du ein Wertschriftendepot bei einem Broker. Ein Broker ist ein Anbieter, der dir Zugang zur Börse ermöglicht – darüber kannst du ETFs kaufen.
Den richtigen Broker auswählen
Es gibt verschiedene Schweizer Broker wie die Saxo Bank, Yuh, neon oder ausländische Broker wie IBKR. Kriterien, wie du den richtigen für dich findest, findest du unter Schweizer Broker im ETF-Guide. Verwende auch den Broker-Gebührenrechner, um zu prüfen, welche Plattform für dein Anlageverhalten die günstigste sein wird.
Ich persönlich habe mein Depot bei der Saxo Bank – sie hat unter allen Schweizer Brokern die tiefsten Gebühren und einen kostenlosen E-Steuerauszug. Wenn du dich entscheidest, dein Konto ebenfalls dort zu erstellen, erhältst du über meinen Partner-Link CHF 200 Handelsguthaben. Hier Konto eröffnen.
Konto erstellen
Registriere dich beim Broker deiner Wahl. Du musst deine persönlichen Informationen wie deine Personalien oder deine Einkommensverhältnisse angeben sowie deinen Ausweis fotografieren. Ebenfalls braucht es ein Selfie von dir, welches verifiziert wird. Die Banken müssen sicherstellen, dass du auch wirklich du bist. Dieser Vorgang dauert 5-10 Minuten. Danach wird dein Konto überprüft und in der Regel innerhalb eines Arbeitstages freigeschaltet.
Geld überweisen
Von deinem Broker erhältst du eine eigene IBAN. Auf dieses Konto überweist du Geld von deinem Bankkonto. Beachte, dass Gelder von Drittpersonen abgewiesen werden: Das Konto muss auf deinen eigenen Namen lauten. Sobald das Geld beim Broker angekommen ist, kannst du damit ETFs kaufen.
Der Kaufvorgang
Suche im Suchfeld deines Brokers nach dem ETF deiner Wahl – am einfachsten über den Namen oder die ISIN. Die ISIN ist eine eindeutige 12-stellige Kennnummer, die jeden ETF weltweit identifiziert. Sie beginnt mit dem Länderkürzel des Domizils des ETFs, meist IE für Irland, CH für die Schweiz oder LU für Luxemburg. Du findest die ISIN zum Beispiel auf justETF, wenn du einen ETF suchst.
Sobald du den ETF gefunden hast, siehst du den Preis. Dieser Preis ist für einen Anteil des ETFs (eine «Aktie»). Bei Neobrokern wie Yuh und neon siehst du meist nur den Kaufpreis. Bei umfangreicheren Plattformen wie bei der Saxo Bank siehst du zwei Preise: Den Geldkurs (Bid) und den Briefkurs (Ask). Der Briefkurs ist der Preis, zu dem du kaufst – er ist immer minimal höher als der Geldkurs, der Preis, zu dem jemand verkauft. Diese Differenz nennt sich Spread und muss dich beim langfristigen Investieren nicht interessieren.
Marktpreis (Market Order) und Limitauftrag (Limit Order)
Gewisse Broker wie Yuh oder Saxo Bank erlauben mehrere Kaufoptionen: Marktpreis oder Limitauftrag. Beim Marktpreis (Market Order) kaufst du immer direkt zum aktuellen Preis. Der Kaufauftrag wird an die Börse geschickt und umgehend ausgeführt. Beim Limitauftrag (Limit Order) kannst du den maximalen Betrag pro Aktie festlegen, zu dem du kaufen möchtest. Ist dir der aktuelle Preis also zu hoch, kannst du einen tieferen Betrag einstellen und an die Börse senden – die Börse führt den Auftrag erst aus, wenn der Preis auf deinen Betrag gesunken ist. Es kann natürlich auch sein, dass dieser Fall nie auftritt, weil der Preis nur steigt. Dann wird der Kauf nicht ausgeführt und dein Auftrag verfällt.
Für Anfänger mit einem beliebten, breit diversifizierten ETF reicht eine Market Order völlig aus – der Spread ist bei diesen ETFs minimal und es spielt langfristig keine Rolle, ob du bei +0.1% oder -0.1% gekauft hast.
ETF kaufen
Wenn du also einen ETF ausgewählt, den zu investierenden Betrag eingegeben und ggf. den Auftragstyp festgelegt hast, klicke auf den «Kaufen» oder «Order platzieren» Button. Meist erscheint nochmals eine zusammenfassende Ansicht über die Kosten, die dabei entstehen. Bestätige diese – der Auftrag wird danach an die Börse geschickt und ausgeführt.
Hinweis: Saxo Bank Aktienrechner
Bei der Saxo Bank musst du die Anzahl Aktien eingeben, nicht den zu investierenden Kaufbetrag. Möchtest du also 500 Franken investieren und ein Anteil kostet 100 Franken, gibst du 5 ein. Um dir diese Rechnung zu vereinfachen, hat Saxo einen Aktienrechner eingebaut. Dazu klickst du auf das Rechner-Symbol (1), gibst im Formular den Betrag ein (2) und klickst auf «Anwenden» (3). Die so berechnete Anzahl Aktien wird in den Kaufauftrag übernommen.

Was kostet ein ETF-Kauf?
Ein ETF-Kauf kostet Ordergebühren (auch Transaktionsgebühren oder Courtagen genannt). Dazu kommt bei Schweizer Brokern die Stempelsteuer – eine staatliche Abgabe, die bei ausländischen ETFs 0.15% und bei Schweizer ETFs 0.075% des Kaufbetrags beträgt. Der Broker zieht diese Gebühr automatisch ein, du musst dich nicht darum kümmern. Bei ausländischen Brokern fällt die Stempelsteuer weg.
Eine detailliertere Übersicht aller anfallenden Kosten findest du auf der Seite ETF-Kosten. Mit dem Broker-Gebührenrechner kannst du die Kosten der verschiedenen Anbieter mit deinen eigenen Zahlen direkt vergleichen.
Fazit: ETFs kaufen ist in der Schweiz sehr einfach
Neobroker wie Yuh und neon sind darauf ausgerichtet, den Kaufvorgang möglichst einfach und intuitiv zu halten. Du wirst keinerlei Probleme damit haben. Die Saxo Bank oder IBKR sind Profiplattformen und können auf den ersten Blick komplexer wirken, bieten aber im Vergleich sehr tiefe Transaktionsgebühren – gerade für grössere Beträge lohnt sich der Mehraufwand. Wenn du dich mal ein bisschen mit der Oberfläche vertraut gemacht hast, ist es auch hier kein Problem, einen ETF zu kaufen.