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Säule 3a von der Bank zu finpension wechseln

Veröffentlicht: 07.08.2026

Hast du ein Säule 3a Konto bei deiner Hausbank? Dann solltest du die Gebühren prüfen. Zumindest, wenn du das Geld in einen Aktienfonds investiert hast – und das solltest du, wenn du in den nächsten Jahren keinen Bezug planst – lohnt sich ein digitaler Anbieter wie finpension, True Wealth, VIAC oder frankly. Neben tiefen Gebühren überzeugen diese Anbieter auch durch Strategien mit einem hohen Aktienanteil.

Warum ich finpension gewählt habe

Es gibt einige gute digitale Anbieter für die Säule 3a, und du kannst auch mehrere Konten bei verschiedenen Anbietern eröffnen. Ich habe mich für eines meiner 3a-Konten für finpension entschieden:

  • Tiefe jährliche Gebühren von 0.39% auf dein Vermögen; die Fonds sind oft kostenlos (keine TER)
  • Das Portfolio kann individuell aus einer Auswahl an Fonds zusammengestellt werden
  • Benutzerfreundliche App, transparente vorgefertigte Strategien

Ich habe mein Portfolio aus 3 Fonds individuell zusammengestellt, da die vorgefertigten Strategien für meinen Geschmack etwas viel Schweiz-Anteil haben (warum für mich ein All-World ETF reicht).

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Empfehlungscode:
ETFS28

Wechsel von Bank zu finpension: So gehts

Du findest auch eine aktuelle Anleitung direkt bei finpension.

  1. Installiere die finpension-App auf deinem Handy oder besuche app.finpension.ch im Browser.
  2. Registriere dich bei finpension, indem du den Schritten folgst, die dir angezeigt werden. Das dauert nur wenige Minuten.
  3. Logge dich danach in die App ein (Mobile oder im Browser).
  4. Klicke auf das Produkt «Säule 3». Vergiss nicht, bei der Eröffnung des Produkts meinen Code ETFS28 einzugeben für eine CHF 25 Gebührengutschrift (Affiliate – danke für die Unterstützung☺️)
  5. Klicke auf der Übersicht deiner 3a-Konten (Portfolio) auf den Button «Einzahlen».
  6. Wähle «Transfer bestehendes 3a-Vermögen».
  7. Klicke dann auf «Formular erhalten» und wähle aus, wie du das Formular zugestellt haben möchtest.
  8. Fülle das Formular aus, unterzeichne es und schicke es an deine Bank.
  9. Das war es bereits – jetzt musst du nur noch warten, bis dein Geld bei finpension angekommen ist. Wenn du ausgewählt hast, dass deine 3a in Wertschriften investiert wird, wird das ebenfalls automatisch gemacht.

Warum du dein 3a-Geld in Aktien investieren solltest

Die Säule 3a hat eine entscheidende Charakteristik: Einen meist sehr langen Anlagehorizont. Das Geld ist ohnehin bis zur Pensionierung (oder für andere erlaubte Bezugsgründe) gebunden – kurzfristige Schwankungen an der Börse spielen darum kaum eine Rolle. Genau das macht Aktien zur naheliegenden Wahl, denn über lange Zeiträume haben Aktien historisch die höchste Rendite aller Anlageklassen erzielt.

Trotzdem liegt ein grosser Teil der Schweizer 3a-Gelder auf klassischen Zinskonten oder in Fonds mit tiefem Aktienanteil. Der Grund ist oft Bequemlichkeit oder fehlendes Bewusstsein dafür, wie stark sich das über Jahrzehnte auswirkt.

Möglichst hohe Aktienquote

Je länger dein Anlagehorizont, desto mehr Aktienanteil ist sinnvoll. Kurzfristige Kursschwankungen gleichen sich über 15, 20 oder mehr Jahre tendenziell aus, während die tiefere Rendite eines vorsichtigeren Portfolios über die gleiche Zeit spürbar weniger Vermögen aufbaut. Digitale Anbieter wie finpension ermöglichen Aktienquoten von bis zu 99% – zum Vergleich: Meine Hausbank bietet maximal 85% Aktienquote an. Die restlichen 25% sind bei einem langen Anlagehorizont verlorene Rendite.

Wichtig: Eine hohe Aktienquote lohnt sich vor allem, wenn du dein Geld nicht in den nächsten Jahren beziehen willst. Stehst du kurz vor der Pensionierung oder einem geplanten Bezug (z.B. für Wohneigentum), macht ein tieferer Aktienanteil oder eine schrittweise Reduktion mehr Sinn (aus dem Guide: Vorbereitung auf die Pension).

Vergleich Bankenfonds zu globalem ETF

Der Vorteil bei finpension ist: Du kannst dir aus den zur Verfügung stehenden Fonds so etwas wie ein globales Weltportfolio zusammenstellen. Damit erzielst du ungefähr die Performance eines globalen ETFs wie dem FTSE All-World. Vergleichen wir den FTSE All-World mit einigen aktiv gemanagten Vorsorgefonds von Banken, sehen wir, dass ein FTSE All-World um einiges besser performt hat. Die vergangene Rendite ist keine Garantie für die Zukunft, aber die zeigt eindeutig, dass in der Vergangenheit ein ETF deutlich die bessere Wahl war wie ein Fonds deiner Bank.

Unterdessen bieten zwar einige Banken auch passive oder indexnahe Vorsorgefonds an. Diese haben noch nicht so eine lange Geschichte und sind aus meiner Sicht oft trotzdem noch zu teuer (Raiffeisen: 0.78% TER, PostFinance: 0.85% TER), und das Problem mit dem teilweise geringen Aktienanteil und dem hohen Schweiz-Anteil bleibt.

Ich habe den Vanguard FTSE All-World (VWRL) mit Vorsorgefonds der Raiffeisenbank, PostFinance und der Migros Bank verglichen. Ich habe jeweils den Fonds mit dem höchstmöglichen Aktienanteil gewählt.

Vergleichszeitraum: Ende 31. Januar 2021 bis 6. August 2026

Screenshot Morningstart: Vergleich FTSE All-World mit drei Vorsorgefonds Schweizer Banken
Vergleich VWRL (Vanguard FTSE All-World) und drei Vorsorgefonds von Schweizer Banken. Quelle: Screenshot Morningstar
FondsPerformancevs. VWRL
Vanguard FTSE All-World (VWRL)+76.86%
PF Pension – ESG 100 Fund+58.82%– 23.47%
Migros Bank Fonds 85 V (nicht ESG)+49.89%– 35.09%
Raiffeisen Futura – Pension Invest Equity V+38.00%– 50.56%

Fazit

Auch wenn die Hausbanken teilweise gemerkt haben, dass passive Vorsorgefonds ein Bedürfnis sind: Ein Wechsel zu einem digitalen Anbieter lohnt sich, wenn du dein 3a-Geld in Aktien anlegen möchtest – und das solltest du, wenn du noch einen langen Anlagehorizont hast, und zwar mit einem so hohen Aktienanteil wie möglich, wenn du das Risiko auf dich nehmen kannst (mind. 15 Jahre Anlagehorizont) und möchtest.

Häufige Fragen zum Wechsel

Kostet der Wechsel zu finpension etwas?

finpension selbst verlangt keine Gebühr für die Übertragung. Deine bisherige Bank kann jedoch eine Übertragungsgebühr verrechnen – das ist von Bank zu Bank unterschiedlich und lohnt sich, vorher in den eigenen Vertragsunterlagen oder direkt bei der Bank nachzufragen.

Wie lange dauert der Wechsel?

Die Übertragung dauert in der Regel wenige Tage bis Wochen, abhängig davon, wie schnell deine bisherige Bank das Formular bearbeitet. Bei mir dauerte der Wechsel von der Registrierung bis zum Geldeingang bei finpension genau 7 Tage.

Ist mein Geld während des Wechsels investiert?

Nein, während der Übertragung wird dein Vermögen zunächst in Cash umgewandelt und überwiesen. Das bedeutet, du bist für die Dauer des Transfers kurz nicht am Markt investiert – ein Umstand, den man bei der Wahl des Zeitpunkts nicht überbewerten sollte, da diese Phase meist nur wenige Tage bis Wochen dauert. Zudem ist Markt-Timing unmöglich.

Muss ich mein altes 3a-Konto selbst kündigen?

Nein, das übernimmt der Prozess über das Übertragungsformular – du musst dein altes Konto nicht separat kündigen.

Kann ich nur einen Teil meines 3a-Vermögens übertragen?

Ein einzelnes 3a-Konto kannst du nur komplett übertragen, nicht teilweise. Hast du mehrere 3a-Konten oder -Policen bei verschiedenen Anbietern, kannst du aber frei wählen, welche du überträgst und welche du behältst.

Wie viele 3a-Konten darf ich gleichzeitig haben?

Es gibt keine gesetzliche Obergrenze. Mehrere 3a-Konten sind sogar sinnvoll, um bei der späteren Auszahlung die Steuerprogression zu brechen (gestaffelter Bezug).

Fallen beim Wechsel Steuern an?

Nein. Da du beim Transfer deine 3a-Gelder nicht beziehst, sondern nur den Anbieter wechselst, fallen keine Steuern an.

Mehr zur Säule 3a

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Gib meinen Empfehlungscode bei der Registrierung oder Produkteröffnung ein. Kann mehrmals für unterschiedliche finpension-Produkte eingelöst werden! Gutschrift erfolgt bei Überweisung/Transfer von mind. CHF 1'000 innert 12 Monaten nach Produkteröffnung.

Empfehlungscode:
ETFS28
Jo Frischknecht, Autor von ETF Schweiz

Hi, ich bin Jo, Autor von ETFSchweiz.ch

Ich helfe dir, stressfrei mit ETFs zu investieren – perfekt, wenn du von der Börse profitieren willst, aber nichts mit Aktienanalysen zu tun haben möchtest. Als Privatanleger teile ich auf ETFSchweiz.ch, was ich über Jahre beim Investieren gelernt habe. Folge mir auch auf Instagram: @etfschweiz.ch